Forschungen

Die Hochschule München und die TU Dresden starteten im August 2010 das Forschungsprojekt „+Eins“, welches vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, gefördert wird. Ein großer Bestandteil dieses Forschungsprojektes ist die Leistung der Boden-Klima-Tauscher, in unterschiedlichen Einbauvarianten (horizontal, vertikal, übereinander) und in verschiedenen Bodenklassen, mit über 250 Fühlern zu messen und auszuwerten. Das Projekt dauerte insgesamt vier Jahre.

Forschungsprojekt +Eins

Die Steinhäuser GmbH aus Bischberg bei Bamberg ist mit dem Innovationspreis Bayern 2012 ausgezeichnet worden. Der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil überreichte Geschäftsführer Harry Steinhäuser die Auszeichnung für die patentierten Boden-Klima-Tauscher, die mit einer speziellen Erdschlitzfräse vertikal ins Erdreich eingebracht werden. Die Geothermie-Register werden ausschließlich aus dem nach Verfahren Engel hochdruckvernetzten Uponor PE-Xa-Rohr konfektioniert. Das Unternehmen wurde für die Komplettlösung zur Erkundung, Verlegung und letztlich Nutzung geothermischer Energie ausgezeichnet. Der patentierte Boden-Klima-Tauscher entzieht dem Boden Wärme oder gibt diese an das umgebende Erdreich ab. Dabei wird als Transportmedium etwa 14 l Soleflüssigkeit durch jedes Rohregister aus 72 m Uponor PE-Xa-Rohr 20 x 2,3 mm geführt. Die 5 m breiten und 2 m hohen Register werden auf Holzträgern montiert, die später im Erdreich biologisch abgebaut werden.

Um die Einbauzeit und die Beeinträchtigung des Geländes möglichst zu minimieren, hat das Unternehmen zudem eine Grabenfräse für die Erstellung des 3,2 m tiefen und nur 15 cm breiten Erdschlitzes verstärkt, optimiert und umgebaut. Dank dieser Technologie werden beispielsweise bei einem Einfamilienhaus die zumeist vertikal verlegten Geothermieanlagen innerhalb von etwa zwei Arbeitstagen anschlussfertig verlegt.

Die vertikal eingebrachten Register minimieren den Flächenbedarf gegenüber Horizontalkollektoren auf etwa 50% und erhöhen die Entzugsleistung. Der Aufwand für Erdbewegungen wird gegenüber Horizontalkollektoren um bis zu 90% reduziert, was vor allem den nachträglichen Einbau bei Bestandsgebäuden vereinfacht. Zudem kann ein Drittel der benötigten Boden-Klima-Tauscher auch vor dem Bau unter den Bodenplatten eines Gebäudes vertikal installiert werden. Damit ist die Lösung besonders für kleine Grundstücksflächen geeignet.

Die Innovation von Harry Steinhäuser wird wissenschaftlich im Rahmen des Forschungsprojektes „+Eins“ der Hochschule München und der TU Dresden begleitet. Ein wesentlicher Bestandteil des Projektes ist es, die Leistung der Boden-Klima-Tauscher in unterschiedlichen Einbauvarianten (horizontal, vertikal, übereinander), Abständen zueinander und in verschiedenen Bodenklassen mit über 250 Fühlern zu messen und auszuwerten.

Quelle: SBZ-Online und TGA-Fachplaner

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